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Rezension: Frauenschuh von Inge Kleinschmidt

11 Jul 2012

Frauenschuh

Frauenschuh von Inge Kleinschmidt

erschienen im Schardtverlag

ISBN 978-3898416177

Broschiert, 148 Seiten

Erhältlich hier bei Amazon für 10 Euro


Inhalt:

Ich habe noch eine Frau kennengelernt. Susanne und Martin, seit fünfzehn Jahren verheiratet, führen ein geregeltes Leben in einer norddeutschen Kleinstadt. Er ist Zeitungsredakteur, sie gibt Literaturkurse und arbeitet zeitweise in einem exklusiven Damenschuhgeschäft. Es ist ein sicheres, harmonisches Leben. Ein wenig eintönig vielleicht. Aber glücklich. Das glaubte Susanne zumindest. Und jetzt hat Martin sich verliebt in eine weitere Frau. Doch nicht nur das: Martin will sowohl seine Ehe weiterführen als auch mit seiner Freundin zusammen sein. Susanne ist außer sich. Mit einem Schlag scheint ihr gesamtes Lebensbild zerstört. Wie oft hat sie im Schuhgeschäft ihren Kundinnen zugehört, wenn diese über die Probleme mit ihrem Partner gesprochen haben wie fest hat sie immer geglaubt, dass in ihrer eigenen Ehe solche Komplikationen gar nicht existieren würden. Plötzlich muss Susanne vieles in einem ganz neuen Licht betrachten. Ist es tatsächlich möglich, zwei Menschen gleichzeitig und mit derselben Intensität zu lieben? FRAUENSCHUH bietet vor der Kulisse eines Damenschuhgeschäftes anhand verschiedener Frauentypen eine bildhafte Auseinandersetzung mit dem Thema Glück, Liebe und Beziehungen.

Meine Meinung:

Das Buch hat mich vom Klappentext her angesprochen, doch noch nie in meinem Leben habe ich für nur 148 Seiten mehr als 2 Wochen gebraucht. Ich habe zwischendrin andere Bücher gelesen und Frauenschuh wieder in die Hand genommen um es dann doch wieder wegzulegen. Wieso das so war? Der Schreibstil hat mir überhaupt nicht gefallen. Das Buch ist in der 3. Person geschrieben, also „Susanne dachte dies, Susanne ging zur Arbeit“ etc., das lässt für mich immer sehr schwer eine Bindung zur Hauptperson herstellen, anders als bei der ich-Form. Zudem kann ich mich überhaupt nicht in Susanne hineinversetzen. Ich kann ihre Denkweise nicht nachvollziehen und auch ihre Handlungen.

Ihr Mann eröffnet ihr nach einigen Seiten im Buch das er noch eine Frau kennengelernt hat, die er sehr gern habe. Susanne flippt daraufhin verständlicherweise ziemlich aus, macht ihm Vorwürfe. Martin, ihr Mann, sagt darufhin so Sätze wie: „Susanne, ein Mensch ist in mein Leben getreten, den ich nicht übersehen kann und will, ich bin nicht auf der Suche gewesen, es ist mir widerfahren. Ich will nicht mit Dir darüber streiten.“ Diese ganze Szene dauert im Buch nur ganze 3,5 Seiten. Susanne geht in ihr Zimmer, denn die beiden haben getrennte Zimmer, und heult. Am nächsten Tag ruft sie ihn bei der Arbeit an, versucht nochmal ein Gespräch, dann fährt sie übers Wochenende zu ihrer Schwester. Als sie wiederkommt macht ihr Mann ihr Vorwürfe, weil sie ihm nicht gesagt hat, wo sie hinfährt, dann wieder nur ein kurzes Gespräch. Schnitt.

Zwischendrin dann immer langatmige Beschreibungen von irgendwelchen Kundinnen, die das Schuhegschäft aufsuchen, in dem Susanne arbeitet. Die habe ich dann wirklich zum teil einfach übersprungen.

Susanne willigt schließlich ein, die andere Frau kennenzulernen. Ein paar Tage später trifft sie sich mit der anderen Frau dann sogar allein, ab dem Zeitpunkt wurde mir Susanne dann doch noch symphatisch. Martin macht Susanne daraufhin mal wieder Vorwürfe.

Ich kann einfach nicht verstehen, dass Susanne sich von Martin so unterbuttern lässt und sich so nach ihm richtet. Er bestimmt den kompletten Verlauf der Beziehung, er will beide Frauen, sie soll sich fügen und alles mitmachen, er will nur so viel reden, wie er preisgeben will, sie soll es so hinnehmen und nimmt es auch so hin. Kein einziges vernünftiges Gespräch findet statt, immer nur ganz kurz und so wie Martin es will. Susanne ist meiner Meinung nach eine Marionette und macht einfach mit. Das Ende ist relativ offen und für mich nicht nachvollziehbar, so wie das ganze Buch es war.

Mein Fazit:

Ich kann mich leider nur wiederholen, Susanne ist mir keine symphatische Hauptdarstellerin, der Schreibstil gefällt mir nicht. Ich konnte mich mit dem Inhalt der Handlung überhaupt nicht identifizieren.

Ich vergebe daher auch nur einen von 5 Sternen.

Herzlichen Dank an Blogg Dein Buch.

2 Responses to “Rezension: Frauenschuh von Inge Kleinschmidt”

  1. 1
    Marlen Says:

    Ich lasse mich ja gerne in Sachen Büchern inspirieren… aber dieses Buch spricht mich schon von der Optik her (ja, bei mir entscheidet auch ein bißchen das Auge mit :angel: ) überhaupt nicht an und die Inhaltsbeschreibung auch nicht :red: Dazu dann Deine Bewertung… definitiv in keiner Hinsicht etwas, was mich interessieren würde :kicher:

  2. 2
    Nicole Says:

    Mir ging es beim Lesen des Buches genauso wie dir, wäre es kein Rezensionsexemplar gewesen, hätte ich es wahrscheinlich abgebrochen. Schade auch, denn die Grundidee war eigentlich vielversprechend

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